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Erreger

Die Haupterreger des Komplexes der Caninen infektiösen Tracheobronchitis sind

Bordetella bronchiseptica (Bb) und das

Bordetella bronchiseptica (Bb) ist einer der Haupterreger des Zwingerhustens. Dabei schädigen die Bakterien vor allem die zilien-tragenden Zellen der Atemwegsschleimhaut durch die von ihnen abgegebenen Toxine. Dadurch kann es zu schweren bakteriellen Sekundärinfektionen kommen. Zusammen mit dem caninen Parainfluenzavirus (Pi) können Bordetellen auch die Schleimhaut der Luftröhre schädigen und Wegbereiter für eine Lungenentzündung sein.

Bordetellen werden von infizierten Hunden bis zu drei Monate lang ausgeschieden und verbleiben trotz der sich entwickelnden Immunantwort über einen längeren Zeitraum in der Schleimhaut. Dadurch kann die Krankheit durch wiederkehrende krankheitsfördernde Faktoren reaktiviert werden.

Bordetellen sind keine tierartspezifischen Erreger, sondern können von einer Tierart auf die andere (Katzen, Meerschweine) sowie auch auf den Menschen übertragen werden (Zoonose!).

Canines Parainfluenzavirus (Pi)

Unter den verursachenden Viren der Caninen infektiösen Tracheobronchitis hat das canine Parainfluenzavirus (Pi) die größte Bedeutung. Es gehört zur Familie der Paramyxoviridae.

Nach einer Infektion befällt es in erster Linie die Schleimhaut der oberen Atemwege, wodurch diese geschädigt und besonders anfällig für bakterielle Sekundärinfektionen wird. Die Zeit zwischen Infektion und ersten Krankheitsanzeichen beträgt beim Hund zwischen 3-10 Tagen, die Virusausscheidung erfolgt 6-8 Tage lang.

 

Weitere beteiligte Viren sind

Canines Adenovirus 2 (CAV-2)

Das canine Adenovirus vom Typ 2 (CAV2) gehört zur Familie der Adenoviridae und ist mit dem Erreger der Hepatitis contagiosa canis (HCC) verwandt. Es besitzt ebenfalls eine große „Vorliebe“ für die Schleimhautzellen der Atemwege und kann häufig, besonders bei schweren Fällen der infektiösen Tracheobronchitis, isoliert werden. Außer an Atemwegserkrankungen kann CAV2 auch an Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts ursächlich beteiligt sein.

Nach dem Kontakt mit dem Erreger dauert es zwischen 3-6 Tage, bis erste Krankheitssymptome auftreten. Infizierte Hunde scheiden das Virus dann bis zu 9 Tage lang aus.

Canines Herpesvirus

Das canine Herpesvirus ist ein weltweit in Zwingern vorkommendes Virus. Nach einer Infektion über den Nasen-Rachen-Raum verläuft die Infektion bei der Mehrzahl der Tiere ohne erkennbare klinische Symptome.

Bei trächtigen Hündinnen kann das Virus in seltenen Fällen Aborte, Totgeburten oder die Geburt lebensschwacher Welpen (so genanntes Welpensterben) verursachen.

Ähnlich wie Herpesviren anderer Tierarten neigt auch das canine Herpesvirus dazu, sich in bestimmte Gehirnnerven zurückzuziehen. Dadurch kommt es zu einer so genannten latenten Infektion, die durch Stress oder die Gabe von Kortison reaktiviert werden kann. Die Tiere scheiden dann das Virus über verschiedene Sekrete aus und stellen eine Infektionsquelle für andere Tiere dar.

Welpen nicht-immuner Hündinnen können sich bereits in der Gebärmutter (intrauterin) und während der Geburt anstecken. Das Erkrankungsrisiko ist während der 1.-3. Lebenswoche am größten, da der Welpe seine Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren kann und das Virus sich bei leicht „unterkühlten“ Bedingungen sehr schnell vermehrt. Je jünger die Tiere, desto akuter und schwerwiegender ist der Verlauf.

Canines Reovirus

Das canine Reovirus gehört zur Familie der Reoviridae und ist ein potentieller Zoonoseerreger. Es wird regelmäßig aus dem Atmungs- und Magen-Darm-Trakt von Hunden isoliert. Ob das Virus das Krankheitsbild der Caninen infektiösen Tracheobronchitis alleine hervorrufen kann, ist noch nicht ganz klar. Es kann jedoch gemeinsam mit anderen Erregern oder nicht-infektiösen Faktoren klinische Symptome verursachen. Wegen des beobachteten Überdauerns im Lymphgewebe von infizierten Hunden wird nicht nur ein unterstützender Effekt für andere Viren vermutet, sondern auch von einer Immunsuppression ausgegangen

Humanes Influenzavirus vom Typ A2

Auch humane Influenzaviren gelten als potentiell begleitende Erreger bei der Caninen infektiösen Tracheobronchitis. Der Hund steckt sich dabei beim Menschen an, während eine Übertragung der Viren vom Hund auf den Menschen unwahrscheinlich ist.

Staupevirus und

evtl. Canines respiratorisches Coronavirus.

Bakterien, die die Erkrankung nach einer Vorschädigung durch die zuvor genannten Krankheitserreger aufrechterhalten und verschlimmern können, sind

Streptokokken

Mykoplasmen

"Am Krankheitsbild der Caninen infektiösen Tracheobronchitis sind verschiedene Viren und Bakterien beteiligt, die in der Umwelt weit verbreitet sind. Haupterreger sind das canine Parainfluenzavirus (Pi) und das Bakterium Bordetella bronchiseptica (Bb)."