Krankheitsbild
Klinische Symptome treten je nach Erregerbeteiligung und auftretenden bakteriellen Sekundärinfektionen nach 2-30 Tagen auf. Typisch für den Zwingerhusten ist ein plötzlich auftretender, heftiger, „bellender“ Husten, der mit einem starken Würgreiz verbunden sein kann. Der Husten kann dabei ohne erkennbare Ursache in der Ruhe oder auch nur nach Belastung oder Aufregung auftreten. Er ist jedoch stets durch leichten Druck auf die Luftröhre auslösbar.
Je nach Erregerbeteiligung können die Tiere auch gelegentlich niesen und eitrigen Augenausfluss zeigen. Allgemeinbefinden und Appetit sind meist ungestört. Unter der Beteiligung des caninen Herpesvirus kann es aber auch zu Durchfall, Erbrechen und einem schmerzhaften Leib kommen.
Bei einem günstigen Verlauf klingen die Symptome in 1-3 Wochen wieder ab. Die Tiere können aber auch Fieber, Nasenausfluss und in seltenen Fällen eine Lungenentzündung entwickeln. Schuld daran sind bakterielle Sekundärinfektionen. Ein komplizierter Verlauf ist vor allem bei Tieren aus Beständen mit ständig wechselndem Tierbesatz, bestehender Immunsuppression, Wurmbefall oder mangelhaftem Ernährungszustand sowie fehlendem oder nicht ausreichendem Impfschutz zu beobachten. Ein alarmierendes Zeichen ist der Wechsel von trockenem zu produktivem Husten.
Der Krankheitsverlauf sollte durch regelmäßiges Messen der Körpertemperatur kontrolliert werden. Tritt Fieber auf, ist umgehend ein Tierarzt aufzusuchen. Anstrengung und Aufregung sollten vermieden werden. Beim Spazierengehen ist daran zu denken, dass Zug an der Leine Husten auslösen und den Hustenreiz verstärken kann.


